Die Geschichte unseres Ortes Oderwitz
Zur Entstehung des Ortes
Alte Urkunden belegen, dass Oderwitz mit
all seinen Teilen schon im Mittelalter eine der größten
Gemeinden im sächsischen Raum war. Es wird 1320 zum ersten Male
urkundlich unter dem Namen Udrwiz erwähnt. Dieser Name ist
slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie ein "durch Wasser
zerrissenes Tal."
Wirtschaftliche Daten
Die Bewohner von Oderwitz waren in der
Hauptsache Bauern, Gärtner und vor allem Häusler, die die
Leineweberei in ihren Umgebindehäusern betrieben. Die
Blütezeit der Hausweberei war um 1700. Technologische Ursachen
führten im 19. Jahrhundert zum Rückgang der Hausweberei, und
es entwickelte sich eine umfangreiche mechanische Webindustrie in
frühkapitalistischer Form, die hochwertige Textilwaren
produzierte. Die Textilindustrie brach in den Jahren 1990/91
völlig zusammen. Heute sind Betriebe wie die
Kathleen-Schokoladenfabrik, das Senioren- und Pflegeheim, die FuTex
GmbH sowie mittlere und kleinere Handwerksbetriebe die Hauptarbeitgeber.
Trotz vieler Widrigkeiten und hoher Arbeitslosigkeit in den Jahren nach
der Wende kann man heute dennoch feststellen, dass vieles geschaffen
wurde und sich die gesamte Infrastruktur in der Gemeinde erheblich
verbessert hat.
Die Vereinigung der Gemeinden
Die Gemeinde Oderwitz bestand bis zum
Ende des 19. Jahrhundert aus den drei Ortsteilen - Nieder-, Mittel- und
Oberoderwitz. Im Jahre 1920 vereinigten sich Mittel- und Niederoderwitz
zu der Gemeinde Niederoderwitz. Die Gemeinde Oberoderwitz blieb
eigenständig.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden beide Gemeinden per 01.01.1999
zur Gemeinde Oderwitz vereinigt. Der damit neu entstandene Ort
erstreckt sich auf eine Fläche von rund 35 km² und hat etwa
5700 Einwohner.
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